25. April | Frühblüher im Naturwald Kührener Halbinsel

Exkursion zur Pflanzen- und Vogelwelt ins Naturschutzgebiet Lanker See

Der Naturwald auf der Kührener Halbinsel entwickelt sich langsam zu einem Urwald. Hier dürfen umgefallene Bäume liegen bleiben und von Pilzen und Insekten zersetzt werden (Foto: NABU/Manfred Bach).
Der Naturwald auf der Kührener Halbinsel entwickelt sich langsam zu einem Urwald. Hier dürfen umgefallene Bäume liegen bleiben und von Pilzen und Insekten zersetzt werden (Foto: NABU/Manfred Bach).

Der NABU Preetz-Probstei lädt am Samstag, den 25. April, alle Naturfreundinnen und -freunde zu einer spannenden Exkursion in das Naturschutzgebiet „Inseln und Buchten im Lanker See“ ein. Los geht es um 10 Uhr.

 

Unter der Leitung des Schutzgebietsreferenten Manfred Bach entdecken die Teilnehmenden den Artenreichtum im Naturwald der Kührener Halbinsel, einem sumpfigen Wald mit Weiden und Birken, in dem Sprosser und Fitislaubsänger ihr Brutrevier haben. Im geschützten Naturwald darf sich der Wald unbeeinflusst zu einem Urwald entwickeln. Durch Blitzschlag und Windwurf umgefallene und Insektenbefall abgestorbene Bäume verbleiben im Lebensraum, im Totholz entwickeln sich Pilze und Insektenlarven. Auch Spechte finden hier optimale Lebensbedingungen und schaffen durch Baumhöhen natürliche Quartiere für viele weitere Vogel- und auch Fledermausarten.

Neben Schwarz- und Mittelspecht sind Kolkrabe, Kranich und auch der hier abgebildete Seeadler zu erwarten (Foto: NABU/Marco Sommerfeld)
Neben Schwarz- und Mittelspecht sind Kolkrabe, Kranich und auch der hier abgebildete Seeadler zu erwarten (Foto: NABU/Marco Sommerfeld)

Ein besonderer Fokus der Exkursion liegt auf seltenen Frühjahrsblühern. Neben dem hohlen und dem kleinen Lerchensporn und der markanten Einbeere sind gelbe und weiße Buschwindröschen zu erwarten. Die Exkursion bietet zudem Einblicke in die Vogelwelt der Halbinsel. Begleitet von den ersten Vogelstimmen richten sich die Augen auf die Sänger des Waldes: die Waldlaubsänger. Die Männchen des Zugvogels lassen sich auf ihren oft exponierten Singwarten beobachten. Gute Chancen bestehen auch, Schwarzspechte und mit etwas Glück auch Mittelspechte zu sehen. Letztere sind bekannt für ihr sogenanntes Quäken. Mit den markanten Rufen grenzen Männchen ihre Reviere ab, außerdem dient der Gesang der Balz. Mit Geduld werden sich neben dem Kranich auch Seeadler beobachten lassen, denn am Rande der Weideflächen befindet sich eine Einflugschneise des imposanten Greifvogels. Der Hauptteil der Kührener Halbinsel wird ganzjährig mit Galloway-Rindern beweidet und so weitgehend offen gehalten. Das Ergebnis ist ein mosaikartiges Lebensraumgefüge aus offenen Flächen, Nassbereichen und Waldrändern – ideale Voraussetzungen für eine große Vogel- und Pflanzenvielfalt. Die Exkursion bietet auch eine gute Gelegenheit, mehr über die Bedeutung von Biotopvielfalt und die Schutzmaßnahmen im Naturschutzgebiet zu erfahren.

Der Beginn ist um 10 Uhr. Treffpunkt ist der Parkplatz am Bahnübergang im Bahnhofsweg, Kühren  (GPS: 54.200395, 10.277148). Von Preetz kommend in Kühren links in den Bahnhofsweg Richtung Wahlstorf abbiegen (bergauf). Nach ca. 800 Metern erscheint die Kreuzung Bahnhofweg/Kirchsteig, hier dem linken Weg folgen. In etwa einem Kilometer an der Gabelung rechts halten. Nach weiteren 100 Metern erscheint der Bahnübergang und der Treffpunkt mit Parkmöglichkeiten für Fahrräder und Autos.

 

Robuste Schuhe sind empfehlenswert. Ferngläser, sofern vorhanden, sollten mitgebracht werden. Die Veranstaltung richtet sich an Naturinteressierte jeden Alters und bietet eine gute Gelegenheit, die heimische Tier- und Pflanzenwelt aus nächster Nähe kennenzulernen.

 

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, die Veranstaltung ist – wie alle NABU-Exkursionen – kostenfrei.

 

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