NABU-PREETZ-PROBSTEI Aktuelle Termine Monatstreffen Nächste Treffen: Jahresprogramm NABU Preetz-Probstei und Kreis Plön  hier hoffentlich bald Jahresprogramm 2023 NABU Kreis Plön als pdf-Datei  Jahresprogramm 2022 NABU Preetz-Probstei als pdf-Datei Aktuelle Aktionen und Informationen Alle Veranstaltungen des NABU Preetz Probstei können wieder ohne Anmeldungen genutzt werden.

Die Arbeitsgruppe Naturschutzgebiete Die Arbeitsgruppe Naturschutzgebiete benötigt Hilfe bei der Betreuung des Naturschutzgebietes "Kührener Teich und Umgebung".

Sie können Routinen übernehmen wie:
Insekten kartieren und eine Führung zum Thema "Insekten am Wegesrand" (1x jährlich, 2 Stunden) anbieten.

Oder Sie übernehmen Projekte:
Fensterbänke in Beobachtungshütte erneuern (Stunden)
Bodenbrett vor Beobachtungshütte fixieren (ca. 1 Stunde)
Bodendielen auf Beobachtungsplattform austauschen (Stunden)

Sie können auch an Arbeitseinsätzen teilnehmen:

Weißdornschnitt: Treffen 10:00 Uhr am 28.10.2023 im NSG am Insektenhotel
(2 Stunden)

Bei Interesse schreiben Sie bitte an:
holger.duesedau@web.de



Muscheln im Lanker See Bei Spaziergängen an der Küste haben die Schalen von Muscheln und Schneckengehäuse eine große Anziehungskraft auf uns und werden gerne gesammelt. Am Süßwasserufer spülen kaum Schalen an; es kommen dennoch ein paar Arten von Muscheln vor. Der Stamm der Mollusken (Weichtiere, mollus = weich) umfasst weltweit deutlich über 100.000 Arten von Schnecken, Muscheln und Tintenfischen.
Am Lanker See findet man die Schalen folgender Muschelarten; hier mit Gefährdungsstatus gemäß Rote Liste der Land- und Süßwassermollusken in Schleswig-Holstein von 2016:
Die Malermuschel (Unio pictorum, RL 3 = gefährdet), Gemeine Teichmuschel (Anodonta anatina, ungefährdet) und die Große Teichmuschel (Anodonta cygnea, Vorwarnliste). Zusätzlich besiedeln die kleinen vom Schwarzen Meer per Boot eingeschleppten Zebramuscheln (Dreissena polymorpha) alle festen Strukturen im Wasser wie Pfähle, Zweige und Boote. Die Art ist inzwischen weit verbreitet. Zudem wanderte die ähnliche Quagga Muschel Dreissena bugensis) ein. Diese weist nur eine einfache Streifung auf und die Form ist am Ende weniger kantig.
Die Malermuschel besiedelt mit Vorliebe kalkhaltige Gewässer. Sie ist rund um den Probstenwerder häufig. Dort holen Möwen diese Muscheln aus dem Wasser und knacken sie an Land. Aber auch Enten und Blässhühner fressen Muscheln, soweit sie nicht zu groß sind. Die Enten nehmen mit den kleineren Vorlieb, die sie noch als Ganzes schlucken können.
Die ökologische Leistung der Muscheln besteht darin, dass sie mit Schwebstoffen auch Mikroorganismen wie z.B. Algen aus dem Wasser filtern, sich davon ernähren und selbst zu einer bedeutenden Nahrung von Vögeln und Fischotter werden. Schalen der großen Teichmuschel finden sich besonders in der „Bürgermeisterbucht“ südlich der Badestelle vor der Schilfzone. Die große Teichmuschel bevorzugt sauberes Wasser. Ob es dort nur Schalen oder noch lebende Exemplare gibt, konnte nicht eindeutig festgestellt werden. Am Lanker See ist die Gemeine Teichmuschel weniger zu finden. Insgesamt sind es mindestens 5 Muschelarten am See. Bei der lebenden Muschel sind die beiden Schalenhälften durch ein Scharnier verbunden und werden durch Muskeln und das sogenannte Ligament zusammengehalten. Die Schalen der Muscheln stellen sozusagen das Außenskelett dar, innen sind sie dagegen weich und in Kopf, Fuß, Eingeweidesack und Mantel gegliedert. Mit dem Fuß können die Tiere sich wieder eingraben, wenn sie freigespült wurden. Die äußere Kalkschale schützt vor Verletzung, Austrocknung und vor Feinden. Die im Wasser lebenden Muscheln atmen durch Kiemen.
Manfred Bach
Bild 1. Malermuschel, abgerundetes Rechteck, Verstärkung innen auf der kurzen Seite Bild 1. Malermuschel, abgerundetes Rechteck, Verstärkung innen auf der kurzen Seite Bild 2. Große Teichmuschel, einseitig abgeflacht, wie abgeschnitten; hier mit Zebramuscheln Bild 2. Große Teichmuschel, einseitig abgeflacht, wie abgeschnitten; hier mit Zebramuscheln Die NABU-Information (NABU-Hütte) am Lanker See Seit 2004 gibt es die NABU-Information am Freibad Lanker See in Preetz. Die Umweltlotterie Bingo! ermöglichte die Finanzierung und natürlich gab es Gespräche mit den Entscheidungsträgern der Stadt Preetz, denn die Hütte befindet sich auf städtischem Grund und Boden. In der Hütte werden verschiedene Naturobjekte ausgestellt. Die Ausstellung wurde in Eigenarbeit des NABU Preetz-Probstei erstellt. Sie dient primär der Information zu den Naturschutzgebieten „Halbinsel und Buchten im Lanker See“ und „Kührener Teich“.
Der damalige Umweltminister des Landes Schleswig-Holstein war Klaus Müller. Der heutige Chef der Bundesnetzagentur kam zur Eröffnung und das war für die Aktiven im NABU Preetz-Probstei eine schöne Bestätigung für die geleistete Arbeit. Vor einigen Jahren brannte das benachbarte Strandcafe. Es war dem beherzten Einsatz der Preetzer Feuerwehr zu verdanken, dass die NABU-Hütte keinen bleibenden Schaden erlitt.
Heute gibt es neben dem insektenfreundlichen Gründach, einem kleinen Staudengarten und wechselnden Ausstellungen auch allgemeine Informationen zu Naturthemen durch die ehrenamtlichen Betreuerinnen und Betreuer des NABU Preetz-Probstei (Bild 1). Auch Informationen zu Nisthilfen für Vögel, Fledermäuse und Insekten werden angeboten. In der Saison vom 1. Mai bis zum 30. September ist die Hütte jeweils am Sonnabend und Sonntag nachmittags von 15 bis 17 Uhr geöffnet.
Der NABU Preetz-Probstei sucht stets engagierte Mitarbeiter für die Betreuung der Infohütte sowie für verschiedene Projekten im aktiven Naturschutz in und um Preetz. Dazu zählen z.B. die Pflege von verschiedenen Flächen, wie Obstbaumwiese und Orchideenwiese oder die Kontrolle von Nistkästen für Vögel und Fledermäuse. Termine für Pflegearbeiten werden jeweils kurzfristig intern bekanntgegeben. Bitte melden Sie sich unter hcn.christiansen-preetz@t-online.de, falls Interesse an einer Mitarbeit besteht.
Harald Christiansen
Ausstellung zu den Gartentagen des NABU 2018 Ausstellung zu den Gartentagen des NABU 2018 Unsere Gänse – der Herbst ist Zugzeit Unsere Gänse – der Herbst ist Zugzeit
Sie sind wieder da, die großen Scharen an Gänsen, die ihre Brutgebiete im hohen Norden Skandinaviens und der sibirischen Tundra haben und bei uns in Schleswig-Holstein auf dem Durchzug in die Winterquartiere rasten, zum Teil auch den Winter bei uns verbringen.
Große Scharen der Bläßgans und Nonnengans (auch Weißwangengans genannt) von mehreren hundert Vögeln finden sich dann auch auf den Seen um Preetz ein. Man kann sie gut vom Ufer des Postsees und Lanker Sees aus oder auf den angrenzenden Wiesen beobachten.
Die wesentlichen Brutgebiete der Nonnengans, die klar an der weißen Wange zu erkennen ist, liegen an den Küsten von Grönland, Spitzbergen und der russischen Eismeerküste, wenn auch seit den 80er Jahren auch an den deutschen Küsten Brutpaare zu finden sind. Zu Zugzeiten können weit über 230.000 Individuen in Schleswig-Holstein rasten. Es sind die großen Scharen und die Vorliebe der Nonnengänse für Gräser auf Wiesen und Weiden, die sie bei den Landwirten so unbeliebt machen.
Die Bläßgänse (Bild 1) sind an der weißen Stirnblesse und an den dunklen Flecken auf dem Bauch gut von anderen Gänsen zu unterscheiden. Sie brüten in der arktischen Tundra und kommen nur im Winter zu uns. Unter den Wintergästen aus der arktischen Tundra sind auch in geringerer Zahl Saatgänse, die sich hier bei uns unter die Gruppen der Nonnen- und Bläßgänse mischen. Sie erkennt man u.a. an der charakteristischen gelben Zeichnung auf dem dunklen Schnabel (Bild 2). Eine detaillierte Übersicht über die Bestandszahlen der Vögel Schleswig-Holsteins gibt B. Koop (Ornithologischer Jahresbericht 2016-2018. Corax 25:71-225, 2022).
Auch die Ringelgänse treffen im Laufe des Septembers aus ihren Brutgebieten in Nordsibirien bei uns ein. Sie rasten vor allem an der Westküste mit bis zu 40.000 Individuen im Oktober. Einige wenige bleiben witterungsabhängig im Winter hier. Die meisten ziehen weiter und kommen im Frühjahr auf dem Weg nach Norden zurück. Dann kann man im April bis zu 80.000 Vögel im Wattenmeer beobachten. Sie ernähren sich dort vor allem von Algen und Seegras.
Ganz anders verhält es sich mit Graugänsen und Kanadagänsen. Die Graugänse sind Brutvögel bei uns und ziehen traditionell im Herbst nach Süden. Viele überwintern in Südspanien und Nordafrika oder auch in Österreich am Neusiedler See. Die Schleswig-Holsteiner unter ihnen bleiben im Winter bei uns. Man kann sie regelmäßig auf den Wiesen und Feldern um Preetz beobachten und sie im Ort hören und sehen, wenn sie in kleinen Trupps dicht über die Dächer zu ihren Schlafplätzen ziehen oder von dort wieder aufbrechen. Die Kanadagans, ursprünglich in Nordamerika zu Hause, ist bei uns in den vergangenen Jahrzehnten in zunehmender Zahl Brutvogel und ist auch mitten in den Städten, besonders in den Parkanlagen regelmäßig anzutreffen.
Johannes Imhoff
Bläßgänse im Landeanflug auf eine Weide (Photo: Johannes Imhoff) Bläßgänse im Landeanflug auf eine Weide (Photo: Johannes Imhoff) Saatgänse am Postsee (Photo: Johannes Imhoff) Saatgänse am Postsee (Photo: Johannes Imhoff) Vögel in der Postseefeldmark Der Grünspecht (Bild 1, F. Anders-Gehrke) ist regelmäßig Brutvogel in der Postseefeldmark. Er ist ein Ameisenspezialist. Ameisen und deren Puppen sind seine Hauptnahrung. Nur ein geringer Teil besteht aus anderen Insekten, Regenwürmern, Schnecken, Beeren und Obst. Der Grünspecht kann sich die Plätze von Ameisenhaufen merken und findet sie sogar unter einer geschlossenen Schneedecke wieder. Er ist in der Lage einen Tunnel durch den Schnee zu graben, um an die Ameisen heranzukommen. Er besitzt eine lange, klebrige Zunge mit Widerhaken an der Spitze, mit der er auch in Baumrinden-Ritzen kommt, um Insekten herauszuholen. Da er sich häufig auf dem Boden aufhält, wird er auch Grasspecht oder Erdspecht genannt.
Der Raubwürger gehört, wie der Neuntöter, zu der Familie der Würger. Er sitzt oft erhöht auf Busch- und Baumspitzen, um seine Beute zu erspähen. Er ernährt sich von Großinsekten, wie Käfern und Heuschrecken, verschiedenen Mäusen, auch Vögeln bis zur Buntspechtgröße und Eidechsen. Bei uns ist er nur Wintergast, je nach Wetterlage von Dezember bis Ende Februar. Seine Beute klemmt er nicht selten in Astgabeln und spießt sie auf Dornen und Stacheldraht auf, um sie besser zerteilen zu können oder um einen Vorrat anzulegen. Ebenso verhält sich der Neuntöter, der bei uns brütet und von Mai bis September in der Postseefeldmark zu beobachten ist.
Die Schwanzmeise (Bild 2, F. Anders-Gehrke) baut ein kunstvolles ovales Nest mit seitlichem Einflugloch. Es besteht aus Moos, Flechten, Spinnenweben, Federn und Pflanzenwolle. Es ist elastisch und so flexibel, dass es sich ausdehnt, wenn die Küken heranwachsen. Bei der zweiten Jahresbrut helfen die Jungen aus der ersten Brut bereits dabei, die Jungvögel aus der zweiten Brut zu füttern. Schwanzmeisen sind sehr gesellige Vögel, die außerhalb der Brutzeit in Trupps umherstreifen. In kalten Winternächten kuscheln sich mehrere Schwanzmeisen auf einem Nadelbaumzweig zusammen, um möglichst wenig Körperwärme zu verlieren.
Frauke Anders-Gehrke
Grünspecht  Grünspecht Schwanzmeise Schwanzmeise Bienen die Blätter schneiden - die Bunte Blattschneiderbiene Letztes Jahr hatte ich das große Glück die Bunte Blattschneiderbiene hier in Preetz zu beobachten als sie ihr Nest in einer Fuge des Mauervorsprungs auf unserem Balkon vorbereitete. Unermüdlich flog sie hin und her zwischen unserem Naturgarten und dem Mauervorsprung, in dem etwas Mörtel herausgebrochen und somit der Weg frei war, in dieser trockenen Mauer ein Bienennest anzulegen. Sie fiel auf, weil sie immer wieder im Verhältnis zu ihrer Körperlänge große Pflanzenblattstücke transportierte, die sie in das Nest in der Mauerspalte verbrachte (Foto 1). Dies ist das charakteristische Verhalten einer Blattschneiderbiene.
Die Blattschneiderbienen gehören zur Gattung Megachile, die weltweit verbreitet ist. In Deutschland sind 23 Arten bekannt. Die beobachtete Biene war ein Weibchen der Bunten Blattschneiderbiene, Megachile versicolor. Diese Art ist häufig, auch im Norden weit verbreitet und derzeit nicht gefährdet. Die Weibchen sind von ähnlichen Blattschneiderbienen durch ihre orangeroten Bauchbürsten, die am Hinterleibsende schwarz werden, eindeutig zu unterscheiden (Foto 2).
Der Lebensraum dieser 11 – 12 mm großen gelb-braun behaarten Wildbiene mit schmalen hellen Endbinden am Hinterleib, sind Waldränder, Waldlichtungen, Trockenhänge, Gärten und Parks oder auch Lehm- und Tongruben. Sie lebt wie die meisten Wildbienen solitär, d.h. sie bildet keine Staatengemeinschaft. Ihr Nest legt sie in vorhandenen Hohlräumen (z.B. in Fraßgängen in Totholz), in hohlen oder markhaltigen Pflanzenstängeln, in Felsspalten oder in Fugen von Trockenmauern an. Wenn man sie und ihre Brut fördern möchte, kann man ihr auch Nisthilfen anbieten wie z. B. Bambusrohr oder entsprechende Bohrungen in Holz, die einen Durchmesser von 5 – 7 mm haben sollten. Blattschneiderbienen haben sich auf Pflanzenmaterial zum Nestbau spezialisiert. Dazu verbauen sie in die Brutzellen ihres Nestes kleine Blattstücke, die sie mit ihren Mundwerkzeugen von verschiedenen Pflanzenarten wie Wildrosen, Schlehen, Flieder oder Brombeeren ausschneiden, diese zusammenrollen und unter ihrem Bauch zum Nestplatz transportieren (Foto 1). Die Blattstücke werden als Wände für die Brutkammern genutzt. Verschlossen werden die Nester dann mit mehreren Lagen von Blattstücken und Pflanzenmörtel.
In wärmeren Gegenden können 2 Generationen der Biene beobachtet werden. Die Flugzeit der ersten Generation beginnt im Mai und dauert bis Juli. Die zweite Generation fliegt ab August bis zum September. Die Überwinterung der Tiere der 2. Generation erfolgt als Ruhelarve im Kokon in der Brutzelle. Die Bunte Blattschneiderbiene ist bei der Wahl der Blütenpollen für die Larvenaufzucht nicht wählerisch, sondern nutzt die Pollen von 5 Pflanzenfamilien. Das bezeichnet man als polylektisch. Darunter sind Arten wie Gewöhnliche Kratzdistel, Wiesenflockenblume, Natternkopf, Hornklee, weißer Steinklee, Wiesenplatterbse, Futter-Esparsette. Der Pollenproviant für die Larven im Nest enthält sehr viel Nektar und ist deshalb zähflüssig. Die im Nest verbauten Blattstücke verhindern das Austrocknen des Futters während der Wachstumsphase der Larven im Nest.
Wie alle Wildbienen ist auch die Bunte Blattschneiderbiene für die Aufzucht des Nachwuchses darauf angewiesen, dass ausreichend Pollen- und Nektarnahrung zur Verfügung steht. Das ist ganz besonders für Blütenspezialisten wichtig, die in der Regel auch nur zur Blütezeit ihrer Trachtpflanzen fliegen. Ihr Bestand wird zunehmend gefährdet, wenn blühende Wiesen zu früh gemäht werden. Für Wildblumen-Blühflächen sollte daher mit der Mahd so lange wie möglich gewartet werden. Am besten sollten sie erst im Herbst gemäht werden.
Ursula Bias-Imhoff
Weibchen der Bunten Blattschneiderbiene mit Blattstück beim Anflug ans Nest (Foto Ursula Bias-Imhoff) Weibchen der Bunten Blattschneiderbiene mit Blattstück beim Anflug ans Nest (Foto Ursula Bias-Imhoff) Weibchen der Bunten Blattschneiderbiene mit den charakteristischen orangeroten Bauchbürsten und einer schwarzen Endbürste (Foto Ursula Bias-Imhoff) Weibchen der Bunten Blattschneiderbiene mit den charakteristischen orangeroten Bauchbürsten und einer schwarzen Endbürste (Foto Ursula Bias-Imhoff) Der Postsee – gefährdete Schönheit Alle Preetzer kennen und lieben ihren Postsee als Naherholungsgebiet und Naturoase, an dem man nicht nur herrliche Sonnenuntergänge, sondern auch zahlreiche Wasservögel beobachten kann. Besonders im Herbst sammeln sich hunderte an Gänsen auf dem Postsee, vor allem auch Nonnengänse und Bläßgänse wie auf dem Bild zu sehen (Photo: Johannes Imhoff).
Beim genaueren Hinsehen im Spätsommer zeigt sich jedoch, dass die Idylle getrübt ist. Aufgrund der Überdüngung des Gewässers kommt es mitunter zu Schaumbildungen und unappetitlich quietschgrünem Wasser. Der Schaum entsteht durch zerschlagene Eiweißstoffe abgestorbener Mikroorganismen, wie beim Eischnee. Hauptverantwortlich sind hierfür Massenentwicklungen von Cyanobakterien, die früher auch als Blaualgen bezeichnet wurden. Daher werden ihre Massenentwicklungen gelegentlich auch heute noch als „Blaualgenblüten“ bezeichnet, auch wenn das nicht korrekt ist. Manche dieser Cyanobakterien scheiden auch Gifte aus, die sich bei solch massiver Entwicklung im Wasser anhäufen können und beim Menschen Ausschlag, Erbrechen und Augenentzündungen verursachen können. Da man beim Schwimmen leicht etwas Wasser verschluckt, sollte man bei massiver Vermehrung von Cyanobakterien lieber nicht im Postsee schwimmen, und Hunde sollten nicht daraus trinken.
Diese Cyanobakterienblüten haben deutlich negative Folgen für das gesamte Ökosystem, z. B. verhindern sie den Lichteinfall in tiefere Wasserschichten, den Unterwasserpflanzen benötigen. Der Zustand der Unterwasservegetation wird mit „unbefriedigend“ benotet.
Die abgestorbenen Cyanobakterien sinken zu Boden und bei ihrer Zersetzung wird in erheblichem Maße Sauerstoff verbraucht. Die in ihnen gebundenen Nährstoffe werden wieder freigesetzt und verbleiben im Wasserkörper.
Die Cyanobakterienblüten sind primär eine Folge des viel zu hohen Nährstoffgehaltes im Wasser (der Postsee befindet sich im Zustand „polytroph“ – mit dem Trophiegrad werden die Gewässer anhand ihres Nährstoffgehaltes klassifiziert). Das Wachstum der Cyanobakterien wird außerdem von der Klimaerwärmung begünstigt, da sie sich in warmem Wasser besonders gut entwickeln. Die Morphologie des Postsees spielt ebenfalls eine Rolle: mit nur 3 Metern durchschnittlicher Wassertiefe ist der Postsee für Überdüngung viel anfälliger als tiefere Gewässer.
Die wichtigste Rolle für die Überdüngung des Gewässers spielt der Gehalt an Phosphor. Woher gelangt aber der Phosphor in den See?
14% des Phosphors stammen aus Schmutzwasser, 51% aus diffusen Quellen, 13% von versiegelten Flächen, 18% von oberhalb gelegenem Einzugsgebiet, 4% aus Regenwasser. Die diffusen Quellen, die den Hauptteil der Überdüngung verursachen, sind hauptsächlich Düngemittel aus der Landwirtschaft. Ob die neue Düngemittelverordnung diese Einträge reduzieren kann? Es bleibt abzuwarten. Die Anlage von Gewässerrandstreifen wäre eine sehr gute Möglichkeit, diese Einträge zu minimieren. Hierzu gibt es Förderprogramme durch das Land, dies setzt aber die Bereitschaft der Landeigentümer voraus.
Haben die Cyanobakterien natürliche Feinde? Die einzigen Tiere, die Cyanobakterien fressen sind Wasserflöhe (Daphnien). Die Wasserflöhe werden aber ihrerseits von bestimmten Fischarten gefressen, so dass ein hoher Bestand dieser Fischarten wiederum die Vermehrung der Cyanobakterien begünstigt. Dass es sich im Sommer 2021 bei der „Algenblüte“ um Cyanobakterien handelte, ergab eine Auswertung von Satellitenbildern. Bestimmte Satelliten können die Farbpigmente von Cyanobakterien erkennen, von denen manche blau-grünlich schimmern, daher auch ihre ursprüngliche Bezeichnung als „Blaualgen“.
Besonders erschreckend deutlich wird einem die schlechte Wasserqualität des Postsees, wenn man sich im Spätsommer/Frühherbst den Zusammenfluss von Postau (Mühlenau) mit der Schwentine im Harderpark anschaut: Die Schwentine kann einem schon leidtun! Das giftgrüne, überdüngte Wasser der Postau (Mühlenau), dem Abfluss des Postsees, färbt das bis dahin relativ klare Wasser der Schwentine trübe.
Ich danke Frau Plambeck vom Seendezernat des Landesamtes für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (LLUR) für die Informationen zum Trophiegrad des Postsees, den Quellen des Phosphorgehaltes und die Hinweise zur Satellitenbildauswertung.

Angelika Rudow
Gänse Auf Postsee Gänse Auf Postsee Nistkastenkontrolle in Preetz im Zeitraum 2018 bis 2021 Einleitung
Um das Brüten, die Aufzucht von Jungvögeln und die Sommerquartiere für Fledermäuse zu fördern, haben Mitglieder des NABU Preetz-Probstei im Siedlungsraum und Umland von Preetz über die Jahre hinweg spezielle Fledermauskästen und verschiedene Nistkästen für Kleinvögel angebracht. Die Kästen in den jeweiligen Gebieten wurden systematisch nummeriert und ihr Standort (z.B. Bäume, an denen sie hängen) in Listen eingetragen. Sie werden jährlich von einem Team des NABU in ehrenamtlicher Arbeit nach der Brutzeit kontrolliert und gewartet und ihr Zustand bzw. ihre Annahme durch Vögel und Fledermäuse dokumentiert. Um den Bedarf an Vogelnist- und Fledermauskästen und ihre Nutzung einschätzen zu können, wurden die Ergebnisse der letzten 4 Jahre ausgewertet und tabellarisch und graphisch dargestellt.
Am Monitoring waren beteiligt: Frauke Anders-Gehrke, Britta Bähr, Ursula Bias-Imhoff, Gerhard Depner, Johannes Imhoff.

Ursula Bias-Imhoff, NABU Preetz-Probstei
Grafik zu Nistkastenkontrolle Grafik zu Nistkastenkontrolle  Hier geht es zu dem Gesamtbericht der Nistkastenkonrolle Naturwald im Naturschutzgebiet Halbinseln und Buchten im Lanker See Die bewaldeten Flächen im Schutzgebiet auf der Westseite des Sees hat die Landesregierung durch Erlass zum „Naturwald“ erklärt - wie insgesamt 8.150 ha in Schleswig-Holstein, die öffentlichen Eigentümern gehören (hier: Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein). Demnach dienen Naturwälder insbesondere folgenden Zwecken:
• Sicherung einer ungestörten natürlichen Entwicklung standortspezifischer Lebensräume für Tiere und Pflanzen
• Waldökologische Forschung
• Dauerbeobachtung von Waldgemeinschaften sowie
• Sicherung genetischer Informationen.
Diese Wälder können sich langfristig zu Urwäldern entwickeln, da dort grundsätzlich keine forstliche Nutzung mehr erfolgt. Lediglich aus Gründen der Verkehrssicherheit dürfen Bäume gefällt werden, deren Holz dann im Wald verbleibt (Bild 1). Pilze und Insektenlarven dürfen dieses wie in Urwäldern zu Humuserde werden lassen. Die Erdzungen (Geoglossaceae) sind seltene Pilzarten, die von vermoderndem Holz leben und hier vorkommen (Bild 2). Von den Insektenlarven leben dann wiederum Spechte, in deren verlassenen Bruthöhlen weitere Vogelarten eine Nistmöglichkeit finden. Am Lanker See brüten z.B. Hohltauben, die verlassene Schwarzspecht-Höhlen nutzen. Ihre dumpfen uuuh…uuuh Rufe sind im Frühjahr zu hören, ebenso wie das Trommeln der Spechte zur Revierabgrenzung. Außerdem kommt der Buntspecht und Mittelspecht hier vor. Grünspecht und Kleinspecht sind gelegentlich zu sehen oder zu hören. Auch Stare und Kleiber sind gerne Nachnutzer von Specht -Höhlen. Insgesamt profitieren eine Menge Arten von dem liegen gebliebenen Holz. Bei Sturm bzw. Sturmböen darf man diesen Wald aus Sicherheitsgründen nicht betreten!
Als Naturwald ausgewiesen sind lediglich wenige Prozent (ca. 5%) der Waldfläche Schleswig-Holsteins. Auch für die Wissenschaft soll darin die ursprüngliche Biodiversität erhalten bleiben. Die vom Menschen unbeeinflusste Waldentwicklung ist dabei ebenfalls von Interesse. Hier haben sich z.B. auf einer Fläche Birken, auf einer anderen Fläche Bergahornbäume angesiedelt, die in dichtem Bestand zu einem Hochwald heranwachsen. Möglicherweise als Erstbesiedler, die in wenigen Jahren die Lücke füllen. In 200 Jahren können dort vielleicht wieder große Buchen wachsen, die im Schatten der vorherigen Arten langsam hochgewachsen sind und nach deren Abbrechen den Kronenraum übernehmen und unten so stark verschatten, dass erneut Buchen nachwachsen. Alte ursprüngliche Wälder-selbst wenn es kleine Reste sind- weisen zudem eine Krautschicht aus Buschwindröschen und weiteren teilweise seltenen Frühjahrsblühern auf wie Einbeere, Hohler Lerchensporn u.a., die das Licht vor dem Laubaustrieb der Bäume nutzen.
Manfred Bach
Blick vom Weg in den Naturwald (Bild M. Bach) Blick vom Weg in den Naturwald (Bild M. Bach) Die Erdzungen, seltene Pilzarten, leben von vermoderndem Holz (Bild M. Bach)  Die Erdzungen, seltene Pilzarten, leben von vermoderndem Holz (Bild M. Bach) NABU für die Kidical Mass in Preetz Als Naturschutzverband setzt sich der NABU für eine zukunftsfähige und umweltfreundliche Mobilität ein. Dazu gehörten deutliche Verbesserungen der Fahrrad-Infrastruktur, zum Beispiel durch breite, glatte und baulich abgegrenzte Fahrradwege. Fahrradfahren soll komfortabler, sicherer und attraktiver werden. Deshalb ist der NABU Preetz-Probstei Teil des Aktionsbündnisses der Kidical Mass in Preetz. Der Fahrrad-Korso wirbt für erstklassige Rad- und Schulwege. Alle Preetzerinnen und Preetzer sollen sich sicher und gut mit dem Fahrrad bewegen können.
Wir laden alle Preetzerinnen und Preetzer zur Kidical Mass am 1. Mai ein. Der Fahrrad-Korso quer durch das Stadtgebiet beginnt um 15 Uhr auf dem Marktplatz. Die Veranstaltung ist als Demo angemeldet, die Polizei und Ordner*innen sichern alles ab. Sie endet mit einer Abschlusskundgebung, Aktionen rund um sicheren Radverkehr und einem Picknick auf dem Cathrinplatz. Weitere Informationen finden sich auf der Internetseite www.kidical-mass-preetz.de.
Foto: Kidical Mass (Copyright Sebastian Peter) Foto: Kidical Mass (Copyright Sebastian Peter) Was sind eigentlich Limikolen? Limikolen, auch Watvögel genannt, sind Vogelarten, die man besonders während der Zugzeit an unseren Stränden antrifft. Sie zu bestimmen ist nicht einfach. Es gibt sehr viele Arten, die einander ähnlich sehen und zu verschiedenen Jahreszeiten unterschiedliche Kleider tragen. Neben den Strandläufern, wie Alpen- und Zwergstrandläufer gehören auch Knutt, Sanderling, Pfuhlschnepfe, Regenpfeifer, Steinwälzer und Austernfischer dazu. Sogar der Kiebitz gehört dazu. Er ist ein Vogel der Wiesen und Weiden und leicht am gauklerartigen Flug (Bild 1) und dem charakteristischen Ruf zu erkennen, der ihm auch seinen Namen eingebracht hat. An den Kührener Teichen und der Pohnsdorfer Stauung ist er in den Sommermonaten regelmäßig anzutreffen. Bei manchen Limikolen (Waldwasserläufer, Grünschenkel) setzt schon im Juni/Juli der Rückzug in die Winterquartiere ein. Die im nördlichen Europa und Russland brütenden Vögel kann man dann auch an unseren Seen und Teichen beobachten, wie den Grünschenkel, der im seichten Wasser des Sehlendorfer Binnensees nach Nahrung sucht (Bild 2). Nach einer anstrengenden Brutzeit stärken sie sich für den Weiterflug. Einige Alttiere, die nicht gebrütet oder ihre Brut verloren haben, sind frühe Rückzügler. Man kann sie dann noch im prächtigen Brutkleid beobachten. Mitte September erreicht der Rückzug seinen Höhepunkt. Doch auch im Herbst und Winter kann man „Limis“ bei uns an der Ostseeküste beobachten. Der Meerstrandläufer, die Art mit dem nördlichsten Brutgebiet, erscheint sogar erst im Herbst an unserer Küste. Der Meerstrandläufer und Sanderling haben eine ausgesprochene Vorliebe für steinige Küstenabschnitte, weswegen diese Arten häufig an Molen zu finden sind, wie z.B. in Heidkate an der Ostsee. Dort kann man sie im Winter sehr gut beobachten, denn viele nordische Vögel kennen uns Menschen nicht und zeigen daher kaum Scheu. Ungeachtet ihrer ausgedehnten Wanderung spielt sich das Leben der Limikolen hauptsächlich am Boden ab. Sie suchen ihre Nahrung fast ausschließlich im Wasser, im Schlamm, unter Steinen und an der Bodenoberfläche. Viele ihrer Verhaltensweisen, Ernährung, Vogelzug und Brutbiologie sind noch kaum erforscht. Ich hoffe, dass dieser Bericht dazu beitragen kann, die Begeisterung für diese Vogelgruppe zu erwecken und das Bewusstsein zur Schutzwürdigkeit dieser Vögel zu sensibilisieren.
Gerhard Depner
Kiebitz im Flug (Photo Ursula Bias-Imhoff) Kiebitz im Flug (Photo Ursula Bias-Imhoff) Grünschenkel im Sehlendorfer Binnensee (Photo Ursula Bias-Imhoff) Grünschenkel im Sehlendorfer Binnensee (Photo Ursula Bias-Imhoff) Der heimliche Moorochse An einem milden Märztag am Postsee. Langsam bricht die Dämmerung ein, ein lauer Wind streicht über das Schilfmeer. Vereinzelt quakt noch hier und da ein Frosch, während sich raschelnd Rohrsänger und Rohrammer zwischen den Halmen zur Ruhe begeben. Plötzlich hallt ein dumpfer, dröhnender Ruf aus dem Schilfgewirr. Aus der Nähe der Sieversdorfer Brücke antwortet ein zweiter Rufer. Unheimlich klingen diese Rufe in der herannahenden Nacht. Es sind die Balzrufe der großen Rohrdommel. Es muss früher schon den Menschen gruselig vorgekommen sein, als sie diese tiefen, dumpfen Rufe vom See her vernahmen. „So ruft doch kein Vogel?“ dachte man sich und machte kurzerhand einen Moorochsen“ daraus.
Die Rohrdommel ist ein heimlicher Vogel, der sich im dichten Schilf aufhält. Er ist dämmerungs- und nachtaktiv. Eine zusätzliche Tarnung, außer seinem Federkleid, ist die sogenannte Pfahlstellung, das heißt, wenn sie kerzengerade, hochaufgerichtet, ruhig und mit dem Schnabel nach oben im Schilf steht. Sie macht dann auf unsichtbar, was täuschend echt aussieht. Die Rohrdommel geht in der Dämmerung auf Beutefang und fängt dabei Frösche, kleine Fische und Kleinsäuger. Als die Winter noch härter waren, konnte man sie sogar an noch eisfreien Gräben tagsüber beobachten. Die große Rohrdommel ist eine stark bedrohte Vogelart. Der Bestand ist durch die starken Winter damals um Preetz stark zurückgegangen. In den letzten drei Jahren konnte man wieder Rufer am Lankersee und Postsee hören.
Gerhard Depner
Rohrdommel im Uferbereich des Lanker Sees (Photo Gerhard Depner) Rohrdommel im Uferbereich des Lanker Sees (Photo Gerhard Depner) Kraniche und Silberreiher als Überwinterer Der Kranich ist ein imposanter Vogel. Er spielt seit Jahrtausenden in der Mythologie eine Rolle. So gilt er in der ägyptischen Mythologie als Sonnenvogel, auch ist er Wappentier der Lufthansa. Er lebt im Sommer in den Sumpf- und Moorlandschaften im Norden Europas und auch Asiens und sammelt sich zu Zugzeiten in großen Scharen mit Tausenden von Vögeln an traditionellen Sammelpunkten, die eine hohe Attraktivität für Naturbeobachter und Photographen haben. Der Weiterzug in den Süden zu den Überwinterungsgebieten in Südfrankreich, Spanien und Nordafrika findet vorwiegend nachts statt. Dann können entlang der Zugrouten im ganzen Land die Rufe der Kraniche vernommen werden. Aus der Jugend in der Westeifel sind mir noch die besonders häufigen nächtlichen Rufe in stark nebligen Novembernächten in Erinnerung.
In Deutschland war der Kranich noch in den 1980er Jahren ein seltener Brutvogel. Der Schutz von Feuchtgebieten und die Wiedervernässung von Mooren haben dazu geführt, dass der Bestand seit den 1990er Jahren wieder zugenommen hat, zunächst in Mecklenburg-Vorpommern. Neuerlich wurden über 10.000 Brutpaare in Deutschland gezählt wurden, davon etwa die Hälfte in Mecklenburg-Vorpommern und etwa 550 in Schleswig-Holstein. Zum Schutz vor Feinden suchen diese scheuen Vögel flache Gewässer und Sumpfgebiete zum Rasten auf, in denen sie auch ihre Nester anlegen. Im regenerierten Dosenmoor, wo sich seit etwa 20 Jahren wieder Kraniche angesiedelt haben, leben inzwischen über 60 Tiere. Dies ist als Erfolg der Regenerierung des dortigen Hochmoores zu werten. Neuerdings kann man während der Sommermonate ihre Rufe vom Lanker See her oft in Teilen von Preetz hören. Auch in der Postseefeldmark hört man sie gelegentlich.
Auch wenn der Kranich ein Zugvogel ist und hierzulande gerade der Zug viele von uns in seinen Bann zieht, so bleibt er als Opportunist auch im kalten Winter in der Nähe des Brutplatzes, wenn er genug Nahrung findet. Er ernährt sich von Insekten und Kleintieren sowie pflanzlicher Nahrung wie z.B. Mais und Eicheln. In milden Wintern, wie wir sie in den vergangenen Jahren erlebt haben, kann man daher auch in Preetz und Umgebung Trupps von etwa 30-50 Kranichen beobachten, wie auf dem Photo, das am 31.12.2018 im Naturschutzgebiet an den Kührener Teichen aus etwa 500 m Distanz aufgenommen wurde (Bild 1). Diese flachen Gewässer sind zur Rast sehr beliebt. Zur gleichen Zeit rasteten dort in getrennten Bereichen auch etwa 30 Graureiher und etwa 70 Silberreiher. Besonders die Beobachtung der Silberreiher (Bild 2) mitten im Winter hier im Norden ist bemerkenswert. Kennen wir doch diesen Vogel aus mediterranen Gebieten. Seinerzeit sind wir zum Neusiedler See gereist, um sie zu beobachten. Als Brutvogel ist er hier im Norden erst seit etwa 10 Jahren zu beobachten, wird seitdem immer zahlreicher und offensichtlich bleiben manche von ihnen auch im Winter.
Johannes Imhoff
Kraniche rasten gerne im flachen Wasser (Photo: Johannes Imhoff) Kraniche rasten gerne im flachen Wasser (Photo: Johannes Imhoff) Der Silberreiher hat Deutschlands Norden erobert (Photo: Johannes Imhoff) Der Silberreiher hat Deutschlands Norden erobert (Photo: Johannes Imhoff)
Informationsausstellung am Freibad Lanker-SeeInformationsausstellung am Freibad Lanker-See geöffnet Samstags und Sonntags von 15:00 bis 17:00. Beobachtungsplattform CharlottenwerkNatur-Beobachtungsplattform Lanker See  Beobachtungsplattform FroschteicheBeobachtungsplattform Froschteiche Beobachtungshütte Kührener TeicheNatur-Beobachtungsplattform Lanker See  Vogel des Jahres 2022 ist der Wiedehopf