NABU-PREETZ-PROBSTEI Wohnraum schaffen für Vögel und Fledermäuse Es sind unsere Spechte, die zunächst einmal besonders betroffen sind davon, dass Bäume viel zu früh gefällt werden, noch bevor sie sich darin Höhlen zur Aufzucht ihres Nachwuchses zimmern können. Spechte benötigen aber tote Bäume für ihre Bruthöhlen, die sie jedes Jahr neu anlegen. Als Nachmieter können deshalb andere Singvögel diese Höhlen nutzen. Fehlendes Totholz macht das Leben den Spechten schwer und führt in der Folge auch zum Mangel an Wohnraum für die Höhlenbrüter unter den Vögeln. Auch unsere nachtaktiven Fledermäuse leiden an Quartiermangel im Sommer, weil es immer weniger natürliche Höhlen als Ruheplätze gibt, in denen sie tagsüber Unterschlupf finden.
Um das Brüten, die Aufzucht von Jungvögeln und die Sommerquartiere für Fledermäuse zu fördern, haben ehrenamtliche Mitglieder des NABU Preetz-Probstei im Siedlungsraum und Umland von Preetz über die Jahre hinweg spezielle Fledermauskästen und verschiedene Nistkästen für Singvögel, wie Meisen-, Kleiber, Halbhöhlenbrüter, aber auch Stare und Schellenten angebracht. Inzwischen hängen über 200 solcher Kästen an geeigneten Bäumen in den Bereichen Klosterforst, Harderpark, Wehrberg, Uferweg und Obstwiese am Lanker See, Streuobstwiese am Sieversdorfer Weg, in der Postseefeldmark, im Bereich Albrechtskoppel/Klinik und am Jahnplatz. Geeignete Kästen werden besonders gerne von Fledermäusen, Kohlmeisen, Blaumeisen, und Feldsperling, aber auch von Grauschnäpper und Kleiber angenommen. Der Kleiber hat die Eigenart sich das zu große Einflugloch mit lehmiger Masse zu verkleben und dadurch zu verkleinern. Das Foto (Aufnahme: Johannes F. Imhoff) zeigt einen Kleiber auf einem speziell für ihn konstruierten Nistkasten, in dem er auch gebrütet hat.
Die Kästen müssen regelmäßig gewartet werden. Dazu werden nach der Brutsaison alte Nester entfernt, die Kästen gesäubert und wieder verschlossen (Foto). Beschädigte Kästen werden repariert, kaputte Kästen ausgetauscht. Optimaler Zeitraum für diese Tätigkeit ist von August bis November, da viele Vögel in der kalten Jahreszeit die Kästen auch als Schlafplatz benutzen. Während sich Fledermäuse ab Herbst in ihre Winterquartiere zurückziehen, nutzen mitunter Gelbhalsmäuse die Kästen für die Winterruhe. Zudem „reservieren“ sich Feldsperlinge oft schon im Spätherbst ihre neuen Brutplätze für die kommende Saison.
Auch Sie können unseren höhlenbrütenden Singvögeln und Fledermäusen helfen, indem Sie entsprechende Kästen im Garten anbringen. Spätestens Anfang März sollten Kästen aufgehängt oder gereinigt werden, bevor die neue Brutsaison beginnt und unsere Singvögel dann neue Nester anlegen. Geeignete Standorte sind Obstbäume oder andere Bäume, aber auch Häuserfassaden. Beim Anbringen sollte beachtet werden, dass Äste und Blattwerk den An- und Abflug nicht behindern. Vor allem Fledermäuse benötigen „freie Sicht“. Wenn Sie dann noch einen naturnahen Garten mit einer Blumenwiese und einheimischen Sträuchern gestalten, so dass sich Insekten dort wohl fühlen, ist auch für das nötige Futter gesorgt, das besonders zur Aufzucht der Jungvögel in großen Mengen benötigt wird. Ursula Bias-Imhoff
Schaffung von Fledermauswohnraum Schaffung von Fledermauswohnraum Gärten als Rückzugsflächen für die Natur Jetzt im Frühjahr ist die Zeit den Garten zu gestalten, um ihn dann bis in den Sommer hinein weitgehend der Natur sich selbst zu überlassen. Gärten können für den Erhalt unserer Artenvielfalt einen wichtigen Beitrag leisten. Mit einer Gesamtfläche der Gärten in Deutschland von etwa der Größe Schleswig-Holsteins liegt hier ein wichtiges Potential für den Naturschutz. Durch naturnahe Gestaltung kann sich Artenvielfalt entwickeln oder es können sogar bedrohte Arten überleben. Wer einen eigenen Garten gestaltet, kann durch artenreiche Bepflanzung mit heimischen Kräutern, Sträuchern und Bäumen, unsere Insekten- und Tierwelt unterstützen. Dazu gibt es ein Vortragsangebot am 20.3.2020, in dem die Vielfalt an Pflanzen, Vögeln, Faltern, Libellen, Käfern, Wanzen, Wespen und Bienen aus dem eigenen Garten mit Photos dokumentiert wird. Kleiber+Nistkasten Kleiber+Nistkasten
Informationsausstellung am Freibad Lanker-SeeInformationsausstellung am Freibad Lanker-See


geöffnet:
Samstags und Sonntags
von 15:00 bis 17:00
vom 1. Mai bis 30. September
 
Termin 123.03.2024, Sonnabend 14:00 - 16:00Uhr
"Auf zu den Teichen, jetzt ist Laichzeit" - Frösche, Kröten und Molche in der Preetzer Postseefeldmark
Leitung: Frauke Anders-Gehrke, Ursula Bias-Imhoff
Treffpunkt: Preetz, Postfelder Weg, Weggabelung nach dem Hundeplatz  
Termin 226.03.2024, Dienstag 19:00 Uhr
Jahresmitgliederversammlung des NABU Preetz-Probstei mit Filmvortrag über das NSG Kührener Teich. Referent: Holger Düsedau
Ort: Preetz, Gemeindesaal an der Stadtkirche, Kirchplatz 
Termin 320.04.2024, Sonnabend 14:00 - 16:00 Uhr Uhr
Seeadler und Wasservögel am See, Vogelstimmenrundgang 3 km
Leitung: Manfred Bach
Treffpunkt: Preetz, NABU-Naturinfo, Freibad Lanker See, Castöhlenweg 
Termin 410.05.2024, Freitag 17:30 - 19:30 Uhr
„Was singt denn da?“ - Wir bestimmen Vögel und ihren Gesang in der Postseefeldmark
Leitung: Frauke Anders-Gehrke, Gitta Früchtnicht
Treffpunkt: Preetz, Postfelder Weg, Weggabelung nach dem Hundeplatz 
Termin 511.05.2024, Sonnabend 11:00 - 13:00 Uhr
„Die Rufe der Rotbauchunken“ - Naturkundliche Führung im Naturschutzgebiet „Kührener Teich und Umgebung“
Leitung: Holger Düsedau
Treffpunkt: Parkplatz an der Kreuzung Bahnhofsweg - Kirchsteig in der Nähe des Naturschutzgebiets
 
Termin 607.06.2024, Freitag 17:30 - 19:30 Uhr
"Auf den Spuren von Sprosser, Singdrosseln, Grasmücken und Co" - Mit dem Fahrrad zu verschiedenen Beobachtungsplätzen in der Postseefeldmark
Leitung: Frauke Anders-Gehrke, Gitta Früchtnicht
Treffpunkt: Preetz, Parkplatz Matthias-Claudius-Straße
 
Termin 729.06.2024, Sonnabend 17:30 - 19:30 Uhr
"Was fliegt, krabbelt, hüpft und summt denn hier?" - Blühflächen und ihre Insektenvielfalt, Wanderung durch die Postseefeldmark Preetz
Leitung: Frauke Anders-Gehrke, Ursula Bias-Imhoff
Treffpunkt: Preetz, Postfelder Weg, Weggabelung nach dem Hundeplatz  
Termin 806.07.2024, Sonnabend 10:00 - 12:00 Uhr
„Vogeljunge in ihrem Lebensraum“ - Naturkundliche Führung im Naturschutzgebiet „Kührener Teich und Umgebung“
Leitung: Holger Düsedau
Treffpunkt: Parkplatz an der Kreuzung Bahnhofsweg - Kirchsteig in der Nähe des Naturschutzgebiets  
Termin 910.08.2024, Sonnabend 16:00 - 18:00 Uhr
Kührener Halbinsel: Naturwald und Wilde Weide - Beobachtung der Insekten-, Pflanzen- und Vogelwelt auf der Kührener Halbinsel, ca. 4 km Fußweg
Leitung: Manfred Bach
Treffpunkt: Bahnübergang am Charlottenwerk, Kühren bei Preetz  
Termin 1017.08.2024, Sonnabend 14:00 - 16:00 Uhr
Amphibien & Co. Was gibt es noch zu entdecken? Eine spätsommerliche Wanderung entlang der Knicks und Redder in der Postseefeldmark.
Leitung: Frauke Anders-Gehrke, Britta Bähr
Treffpunkt: Preetz, Postfelder Weg, Weggabelung nach dem Hundeplatz
 
Termin 1126.10.2024, Sonnabend 10:30-12:00 Uhr
Arbeitseinsatz zum Rückschnitt von Weißdornsträuchern
Treffpunkt: Naturschutzgebiet „Kührener Teich und Umgebung“ am Insektenhotel  
Beobachtungsplattform CharlottenwerkNatur-Beobachtungsplattform Lanker See  Beobachtungsplattform FroschteicheBeobachtungsplattform Froschteiche Beobachtungshütte Kührener TeicheNatur-Beobachtungsplattform Lanker See