
Wenn die Tage länger werden und die Temperaturen steigen, erwacht auch in den Teichen und Tümpeln der Preetzer Postseefeldmark das Leben: Es ist Laichzeit bei Fröschen, Kröten und Molchen. Nach der Winterruhe machen sich viele Arten auf den Weg zu ihren Laichgewässern – oft genau dorthin, wo sie selbst einst geschlüpft sind.
Am Samstag, den 21. März, lädt der NABU Preetz-Probstei um 14 Uhr zur Exkursion „Auf zu den Teichen, es ist Laichzeit“ in die Postseefeldmark ein. Unter fachkundiger Leitung von Frauke Anders-Gehrke begeben sich die Teilnehmenden auf die Suche nach heimischen Amphibienarten und erfahren Spannendes über ihre Lebensweise. Mit etwas Glück und bei günstigen Witterungsbedingungen können die Exkursionsteilnehmenden neben Grasfrosch, Kammmolch, Erdkröte und Co. auch Moorfrösche entdecken. Die Männchen dieser Art färben sich zur Paarungszeit für wenige Tage leuchtend blau – ein Naturschauspiel, das jedes Jahr aufs Neue begeistert und zugleich auf die Schutzbedürftigkeit ihrer Lebensräume aufmerksam macht.

Die meisten Froscharten, wie auch Gras- und Moorfrösche, kehren im Frühjahr oft in größeren Gruppen zu ihren Laichplätzen in der Postseefeldmark zurück. Dort legen die Weibchen Laichballen aus einigen Hundert bis mehreren Tausend Eiern zwischen Pflanzen ins flache Wasser, die sich in wenigen Wochen zu Kaulquappen entwickeln. Die Paarung und Befruchtung beim Moorfrosch ist nicht nur aufgrund der Blaufärbung ein besonderes Ereignis. Die Männchen treffen zuerst an den Laichgewässern ein und locken die Weibchen mit leisen Rufen, die an Blubbern erinnern. Finden sie ein Weibchen, so klammern sie sich im sogenannten Amplexus an ihren Rücken fest. Die Befruchtung der Eier findet bei Fröschen und Kröten üblicherweise außerhalb des Körpers im Wasser statt. Unmittelbar nach Ei- und Spermienablage mit Befruchtung trennen sich die Partner.
Erdkröten wandern teils über weite Strecken zu ihren angestammten Gewässern. Oftmals tragen bereits während der Wanderung die Krötenweibchen die kleineren Männchen Huckepack. Charakteristisch sind die bis zu fünf Meter langen Laichschnüre, die Erdkröten zwischen Wasserpflanzen ablegen. Molche wiederum beeindrucken mit ihrem eleganten Erscheinungsbild: Während der Paarungszeit tragen die Männchen vieler Arten einen auffälligen Rückenkamm und zeigen ein faszinierendes Balzverhalten. Auf dem Höhepunkt des von bestimmten Bewegungen gekennzeichneten Balzrituals setzt das Männchen ein Samenpaket auf dem Gewässerboden ab, das das Weibchen sodann aufnimmt. Die Befruchtung findet dann im Inneren des Körpers statt. Die Eier werden sodann einzeln an Wasserpflanzen angeheftet.
Die Exkursion beginnt um 14 Uhr. Treffpunkt ist die Weggabelung nach dem Hundeplatz in der Preetzer Postseefeldmark (GPS: 54.219700, 10.258707). Dem Postfelder Weg stadtauswärts in die Feldmark folgen, nach ca. einem km erreicht man die Kreuzung mit Parkmöglichkeiten für Fahrräder und Autos.
Wasserdichte Schuhe sind empfehlenswert. Wer direkt an die Teiche herantreten möchte, sollte Gummistiefel tragen. Die Veranstaltung richtet sich an Naturinteressierte jeden Alters und bietet eine gute Gelegenheit, die heimische Tierwelt aus nächster Nähe kennenzulernen.
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, die Veranstaltung ist – wie alle NABU-Exkursionen – kostenfrei.